Juli 2020

Der Geburtsprozess



Kennst Du das auch: extreme Müdigkeit, Heißhunger, Stimmungsschwankungen von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt, von euphorisch bis lethargisch, Schmerzen an den erstaunlichsten Stellen im Körper, Übelkeit, Kopfweh, Schwindel, Schwächegefühl oder Schlafstörungen? 

Solche Symptome deuten auf Schwangerschaft hin J und ja, tatsächlich befindet ihr euch in einem ganz besonderen Geburtsprozess -in einem multidimensionalen:Ihr seid die Mutter, die dieses neue Wesen trägt, nährt und leidet, Schmerz empfindet und schon Geburtswehen hat. Die ganze Schwangerschaft ist wie in einem einzigen Moment zusammengefasst. 

Gleichzeitig seid ihr auch der Vater, der mit seiner Energie zur Zeugung dieses neuen Wesens beigetragen hat, die Inspiration, die Aktivität… und als Vater werdet ihr eure schützende Hand über das heranwachsende neue Leben halten. Und ebenso seid ihr selbst das neue Wesen, das da gerade geboren wird. Ihr befindet euch im Geburtskanal, fühlt euch weder in der alten noch in der neuen Welt so richtig wohl. Mal scheint es hier gut, dann haltet ihr es nicht mehr aus, fühlt euch eingeengt, wollt nur noch raus und weg… doch wisst nicht recht wohin, wie ihr dort hinkommen sollt. Seid ihr auf dem Weg dorthin, werdet ihr unsicher, erschreckt vor eurem eigenen Mut und eurer Naivität, die sicheren Gefilde zu verlassen…zieht euch wieder zurück… doch hier könnt ihr einfach nicht mehr bleiben! Fehl fühlt ihr euch am Platz, alles ist zu eng, zu drückend, es gibt euch nichts mehr… ihr fühlt euch nahe dem Ersticken, braucht Luft! Befreien wollt ihr euch, atmen, euch uneingeschränkt bewegen, fliegen, schweben, lachen, spürt schon die Leichtigkeit…  


Aktuell strömen extreme Energieschübe auf euch ein, die den Übergang in die neue Dimension kraftvoll pushen. Das ist anstrengend, ermüdend, mitunter beängstigend oder niederziehend, weil ihr auch körperlich völlig umgebaut werdet. Ihr nehmt eure Körper mit in die nächste Dimension! Ein Wunder, dass ihr nicht explodiert, implodiert oder wabbelt wie ein Knetmännchen. 

Genauso geschieht es mit eurem Umfeld: Alles wird extrem. Unpassendes wird noch extremer, vielleicht kaum noch auszuhalten, bis es endlich wegbricht. Beziehungen lösen sich auf, nicht nur Liebesbeziehungen, auch freundschaftliche und geschäftliche. Das geht nicht immer harmonisch vor sich, weil zuvor noch alle kranken Strukturen ans Licht kommen und angesehen werden wollen. Je nach Bewusstseinslevel kommt es zu Streit, Vorwürfen, Verletzungen. Lange weggedrückte Wahrheiten werden gefühlt und ausgesprochen. 

Ihr könnt hinschauen wo ihr wollt, überall das gleiche Thema: Aufbruchstimmung. Die Geburt steht an - oder der Tod. Es ist immer Beides in einem: Die eine Welt verlassen wir und sterben.  Gleichzeitig betreten wir eine neue Welt und werden geboren.

Damit hab ihr eure momentane polare Stimmungslage erklärt. Wie ihr euren Tod gestaltet und erlebt, ist wesentlich für euer Wohlergehen und euren Übergang. Seid ihr euch bewusst, dass ihr in eine neue, bessere Welt übergeht und könnt ihr in Frieden loslassen? Zusehen, wie lange Geliebtes und Vertrautes euch nun aus den Fingern gleitet, ohne Panik zu bekommen, euch vertrauensvoll hingeben in den Sterbeprozess, geschmeidig hinübergleiten? Ihr wisst, wie es optimal wäre. Naturverbundene Völker pflegen heute noch die Tradition, dass die, die fühlen, ihre Zeit ist gekommen, sich an einen einsamen Ort zurückziehen, in einen höheren Bewusstseinszustand versetzen und ganz bewusst ihren Körper ablegen. Oder vielleicht mögt ihr das Bild lieber, wie ein alter Mensch, umgeben von seinen Liebsten, zufrieden auf ein glückliches Leben zurückblickt und friedlich einen letzten Atemzug nimmt, bevor er mit einem Lächeln loslässt und hinübergleitet.

Egal, welches Ideeihr von einem friedlichen, bewussten Tod habt: Das, was die meisten von euch derzeit durchmachen, ist das genaue Gegenteil. Doch es liegt in eurer Hand, wie ihr diese Zeit erlebt und meistert! Wir raten euch, in eurer Mitte zu bleiben, zu atmen, darauf zu vertrauen, dass sich alles neu ordnet und ihr euch in Kürze in einer besseren Welt befindet. Lasst los, was gehen will, ohne Drama, Kampf und Gegenwehr. Versucht, zu entspannen, euch Ruhe und Erholung zu gönnen, wo es nur geht. 

Wie könnt ihr eure Neugeburt optimal und entspannt erleben und bewusst gestalten? Fokussiert euch. Was würdet ihr einer Frau raten, die in den Wehen liegt? Entspannen in jeder möglichen Sekunde. Ruhig und gleichmäßig atmen. Und pressen, wenn eine Wehe kommt. Sich vertrauensvoll dem Rhythmus des Wehen hingeben, zur rechten Zeit mitarbeiten. 
Was würdet ihr dem werdenden Vater raten? Die Nerven behalten! Seiner Frau beruhigend zureden, Zuversicht und ruhige Kraft verkörpern, dem Geburtsprozess vertrauen.
Was würdet ihr dem im Geburtskanal befindlichen Kinde raten? Lass los, lass dich führen, lass dich gleiten, vertrau darauf: Je weniger du dich wehrst, desto schneller bist du durch! Gleich hast du es geschafft! Du bist schon so gut wie angekommen. Und vielleicht würdet ihr ihm Bilder und Visionen schicken, wie glücklich es selbst und alle Beteiligten sein werden, wenn es endlich das Licht der neuen Welt erblickt hat, welche Liebe es umfangen wird, wie es sich anfühlt, geborgen und befreit zu sein, was für eine aufregende neue Welt darauf wartet, von ihm entdeckt zu werden! Für euch konkret: Fühlt euch in die neue Welt, in euer neues Leben intensiv ein! Wie fühlt es sich an, wenn ihr in der nächsten Dimension sein werdet? Malt euch alle Details aus, erlebt es so farbenprächtig wie eben möglich. 

Ihr seid selbst Mutter, Vater und Kind. Gebt euch alles, was ihr gerade braucht.
Euren Geburtsprozess könnt ihr so in all seinen Phasen besser verstehen. Es liegt in euren Händen, wie ihr ihn gestaltet. 

Es kann auch sein, dass seltsame Gelüste und alte Süchte wieder aufflackern. Vielleicht habt ihr Heißhungerattacken, trinkt mehr Alkohol als sonst oder habt das Rauchen wieder angefangen. Habt Verständnis für eure extremen Situationen: Energetisch und emotional seid ihr wie auf einer Achterbahnfahrt. Kämpft auch hier nicht dagegen an, verurteilt euch nicht, sondern geht bewusst damit um. Warum habt ihr diese Bedürfnisse, was geben euch diese Dinge? Oft ist es einfach Erdung, die benötigt wird. Oder ihr wollt Gefühle, die hochkommen, wegdrücken. Unterdrückt nichts, egal was. Lebt es bewusst aus, nur so kann es losgelassen werden.

Wichtig ist während einem Geburtsprozess auch die Hygiene: Klärt eure Gedanken und euer energetisches Feld! Lasst euch nicht verunreinigen von störenden Einflüssen und niederziehenden Gedanken. Fokussiert euch mehrmals täglich neu auf das, was ihr erschaffen wollt. Verstärkt die Gefühle, die ihr erleben wollt, aktiviert das Bild von euch, so wie ihr sein wollt in der neuen Welt. Formuliert klar, was ihr haben wollt. 

In der neuen Welt wird Materialisieren sehr schnell vonstattengehen. Kaum gedacht, ist es schon da. Probiert es aus: Fühlt ihr euch gerade sehr energetisiert und positiv (vielleicht nach einer kleinen Meditation), formuliert eure Wünsche und SEHT SIE ALS SCHONERFÜLLT AN! Mehr ist nicht zu tun.

Etwas anderes noch: Ihr liebevollen Seelen seid immer sehr hilfsbereit, steckt gerne selbst zurück, passt euch an und seid genügsam. DAMIT MUSS JETZT SCHLUSS SEIN! Wie soll denn eine gebärende Mutter sich noch um das Wohlergehen anderer kümmern? Sie braucht jetzt all ihre Konzentration und Kraft für sich selbst. Kümmert euch bitte darum, dass es EUCH gut geht und ihr das macht, was EUCH guttut. Damit helft ihr anderen Menschen mehr als ihr denkt. Denn so fokussiert und strahlt ihr mehr Energie aus, hebt euer Umfeld und eure Mitmenschen mit in eure hohe Schwingung. Jede und jeder wird dadurch selbstständiger und lernt Eigenverantwortung. Statt sich aneinanderzuklammern und gegenseitig runterzuziehen (obwohl man sich gegenseitig hochziehen wollte), schaukelt man sich so gegenseitig hoch. Also ist das Beste, was ihr tun könnt, um anderen zu helfen: Kümmert euch um euch selbst und setzt euch dafür ein, dass ihr mit all eurer Kraft und Freude strahlen könnt. 

Damit geht einher, dass ihr nicht länger Dingen und Menschen hinterherrennt, die ihr zu brauchen glaubt. Eure Opferhaltung, euer Mangelgefühl lösen sich damit auf. Die Gedanken, dass ihr von irgendetwas abhängig seid und euer Wohlergehen, euer Glück, euer Schicksal von dem Verhalten eines anderen Menschen oder äußeren Umständen abhängig ist… lösen sich auf. Denn ihr erkennt immer mehr, dass sich euer Umfeld auf wundersame Weise optimiert, je mehr ihr euch auf euch selbst konzentriert und je öfter ihr euch in die neue Welt hineinfühlt. Ihr werdet zur Schöpferin, zum Schöpfer, ohne etwas zu tun. Wenn die Welt wieder einmal über euch zusammenbricht, alles im Chaos zu versinken scheint und ihr nicht wisst, was ihr zuerst tun sollt, ob das alles überhaupt Sinn macht: Dann setzt euch hin,tut nichts. Entspannt euch, fokussiert euch. Atmet und fühlt euch bestmöglich in eure positivste, liebevollste Energie hinein. Füllt euch ganz damit auf. Das ist das Beste, was ihr für eine positive Entwicklung eurer Situation tun könnt. Schon werdet ihr wissen, was zu tun ist, und werdet es effektiv ausführen. Es ist, wie wenn ihr zu ertrinken scheint und dann, statt wild mit den Armen zu rudern und euch völlig zu verausgaben – einige kräftige Schwimmzüge tut. Schon seid ihr aus dem niederziehenden Strudel herausgeschwommen und könnt wieder mit dem Lebensfluss fließen.

Wir wünschen euch einen erhebenden Juli 2020!